Altes Kurfürstliches Gymnasium Bensheim

Gymnasium mit altsprachlichem Zweig
Schule mit musikalischem Schwerpunkt
Partnerschule des Leistungssports

AKG: Frankreichaustausch zeigt im Kleinen Umsetzung von Toleranz / Von Offenheit beeindruckt

Bensheim. Mit besonderem Interesse verfolgten zwei Lehrerinnen aus Frankreich während einer Austauschwoche die Amtseinführung des französischen Präsidenten Macron vor den Bildschirmen ihrer deutschen Kolleginnen. Das Treffen des französischen Staatsoberhauptes mit der Kanzlerin in Berlin am darauffolgenden Tag betonte den Stellenwert der deutsch-französischen Beziehungen.

In ganz ähnlicher Weise sind auch Schüleraustausche Versuche, die deutsch-französischen Beziehungen zu verbessern. Hierfür benötigt man keine große politische Bühne, sondern das tatkräftige Engagement von Lehrern, Eltern und Schülern gleichermaßen.

Auf ein solches Experiment ließen sich 46 Schülerinnen und Schüler des Alten Kurfürstlichen Gymnasiums (AKG) in Bensheim und der französische Partnerschule Pierre Mendès France in Soyaux mit ihren Lehrerinnen ein. Nach dem im Herbst erfolgten Besuch in der Charente im Westen Frankreichs stand nun im Mai die Reise an die Hessische Bergstraße an. Für viele der Dreizehn- bis Vierzehnjährigen war es der erste Besuch in Deutschland überhaupt.

Dementsprechend groß war die Neugier auf das unbekannte Land. Gefragt danach, was ihnen auf dem Hinweg mit dem Bus bisher als „typisch deutsch“ aufgefallen sei, gaben viele „die großen, schnellen deutschen Autos“ als Antwort.

Familien gaben sich viel Mühe

Bei ihren Austauschpartnern lernten sie dann die Lebensgewohnheiten der Deutschen kennen, wobei die Familien sich große Mühe gaben mit der Betreuung ihrer Gäste. Die wunderschöne Region an der Bergstraße und dem angrenzenden Odenwald bot vielfältige Möglichkeiten für Unternehmungen und das schöne Wetter ließ nicht nur die Temperaturen, sondern auch die gute Stimmung steigen.

Vom Sonnenschein geprägt waren dann auch die Bundesjugendspiele im Weiherhausstadion, an denen die Franzosen mit Freude teilnahmen und gut abschnitten. Aber auch die schuleigene Turnhalle, die Neubauten und das traditionelle Gebäude in der Wilhelmstraße weckte das Interesse der Gäste, die von Schulleiterin Nicola Wölbern herzlich begrüßt wurden. Über die Teilnahme am Unterricht hinaus fanden naturwissenschaftliche Experimente in den Fachräumen statt, sowie eine biologische Bacherkundung in freier Natur.

Bei einem Ausflug in den Luisenpark nach Mannheim konnte die schöne Parkanlage in Augenschein genommen werden. Zuvor gab es im gegenüberliegenden Technoseum ausreichend Möglichkeit, viele verschiedene interessante Experimente auszuprobieren. Von einer Sprachbarriere war bei den Versuchen nichts mehr zu merken.

Die verantwortlichen Lehrerinnen Frau Hochstein und Frau Röper freuten sich, dass sich bei der Durchführung dieses Gemeinschaftsprojektes die Fremdsprachenassistentin der Schule, Kolleginnen, Eltern und Schüler einbrachten. Den französischen Kolleginnen ist die Offenheit der Deutschen positiv aufgefallen. In mehreren Situationen unterwegs und in der Stadt wurde das Gespräch auf Französisch fortgeführt oder sie wurden von netten Mitbürgern auf Französisch angesprochen, was immer für Heiterkeit sorgte. Guten Gewissens konnten die Deutschen die französische Delegation nach einer erlebnisreichen Woche wieder die Heimreise antreten lassen: Denn alle Beteiligten haben sich nicht nur für die deutsch-französischen Beziehungen eingesetzt, sie haben viel voneinander gelernt und hatten noch dazu viel Spaß.

red