Altes Kurfürstliches Gymnasium Bensheim

Gymnasium mit altsprachlichem Zweig
Schule mit musikalischem Schwerpunkt
Partnerschule des Leistungssports

Hauptversammlung: Förderverein bestätigt Vorstand / 94 Eintritte im vergangenen Jahr / Schülerzahlen trotz Sanierungsarbeiten im Aufwind

Bensheim. Modern und dennoch traditionsverhaftet präsentiert sich das Alte Kurfürstliche Gymnasium (AKG) im 333. Jahr seines Bestehens. Die umfassenden Renovierungs- und Umbauarbeiten dauern an. Ein erfrischtes Logo und ein neuer Internetauftritt spiegeln das klar definierte Leitbild der Schule nach außen.

Zeitgemäß und doch klassisch

Die Anmeldezahlen steigen wieder. „Wir erleben Wachstum im Sanierungszustand“, kommentiert Schulleiterin Nicola Wölbern den aktuellen Prozess. Das AKG in Bensheim präsentiert sich zeitgemäß, ohne seinen klassischen Charakter als humanistisches Gymnasium zu verwässern.

Auch der Förderverein hatte in seiner Mitgliederversammlung am Mittwoch nur Gutes zu berichten. Der Vorstand um den Vorsitzenden Thomas von Machui wurde einstimmig für weitere zwei Jahre wiedergewählt. Mit Sophie Dobrigkeit-Paasche als stellvertretende Vorsitzende, Schatzmeister Patrik Roeder und Schriftführerin Stefanie Seitz bleibt es beim bisherigen Team. Beisitzer sind Nina Hechler, Dr. Wilhelm Karnbrock und Anne Krampff. Neu dabei ist Alexandra Kümmel.

Das Interesse an einer Mitarbeit ist weiterhin hoch. Bei den Mitgliederzahlen wurde erstmals die 500er-Marke überschritten. Allein im vergangenen Jahr verzeichnete der 1997 gegründete Verein, der aus den Bensheimer Scholaren hervorgegangen war, 94 Neueintritte.

Mit der Generalsanierung, die seit 2015 läuft, haben die Förderer ein wuchtiges Projekt vor Augen. Der Umbau wird finanziell wie ehrenamtlich vielfältig unterstützt. Eine der prominentesten Maßnahmen ist die neue Schulbibliothek. Der Ausbau der alten Turnhalle geht gut voran, die Installation einer schmucken Galerie samt Wendeltreppe ist abgeschlossen. Auf der Empore findet eine ganze Klasse Platz. Der Förderverein hat dafür rund 40 000 Euro aufgebracht, die andere Hälfte übernimmt der Kreis als Schulträger.

Lehrerin Iris Hochstein, die das Konzept seit über drei Jahren mit einer Arbeitsgruppe unterstützt, berichtete vom Fortgang der Umgestaltung. Die neue Bibliothek werde nicht nur den Buchbestand des AKG an einem Ort konzentrieren, sondern auch in punkto Raumnutzung und Atmosphäre Maßstäbe setzen, sagte sie. Auch ein Lesepodest ist eingeplant. Die Software für die Katalogisierung sei bereits vorhanden.

Speichertheater wird klimatisiert

Nun gehe es darum, den personellen Rahmen und die Öffnungszeiten zu organisieren. Die Eröffnung ist für den 22. August terminiert. Dann findet auch eine Festwoche statt.

Der Vorsitzende äußerte sich in diesem Zusammenhang erfreut darüber, dass sich die Kommunikation mit dem Schulträger verbessert habe. Die Kritik des Vereins richtete sich vor einem Jahr an den Kreis, der trotz wiederholter Anfragen keine Details zur architektonischen Konzeption des Hallenumbaus geliefert habe. „Unsere Ideen wurden schließlich doch noch gehört“, so Thomas von Machui rückblickend.

Weitere Aufgaben im laufenden Jahr sind die Klimatisierung des Speichertheaters mit Unterstützung des Schauspielers Walter Renneisen und der Ausbau einer Schulküche im Souterrain des Altbaus, was beides mit 10 000 Euro unterstützt wird. Insgesamt beträgt das Jahresbudget für 2019 rund 60 000 Euro.

Das Geld fließt in Fachschaften und Unterricht, in die Begabtenförderung und in die AGs sowie in diverse schulische Veranstaltungen und Projekte.

Patrik Röder teilte mit, dass der Etat für gewöhnlich nicht komplett ausgenutzt wird und daher ein finanzielles Polster für außerplanmäßige Kosten zur Verfügung stehe. Auch die im August 2011 in Betrieb genommene Photovoltaikanlage spielt Geld ein. Dritte Säule der Finanzierung sind die Einnahmen aus dem Betrieb der Cafeteria mit Hilfe der Elternschaft.

Neben konkreten finanziellen Beteiligungen versteht sich der Förderverein auch als Mitorganisator und Initiator ehrenamtlichen Engagements. Als Beispiel nannte Thomas von Machui die regelmäßigen „Career Nights“, die im Februar stattgefunden haben. An zwei Abenden berichten ehemalige Schüler aus ihren beruflichen Biografien und Tätigkeiten. In diesem Jahr haben etwa 70 Prozent der AKG-Schüler teilgenommen. Der Besuch der Vorträge steht jedem frei.