Altes Kurfürstliches Gymnasium Bensheim

Gymnasium mit altsprachlichem Zweig
Schule mit musikalischem Schwerpunkt
Partnerschule des Leistungssports

STADTRADELN: JETZT FIEL DER STARTSCHUSS FÜR DIE AKTION IN BENSHEIM / AKG-RADLER WOLLEN BEIM SCHULRADELN 45 000 KILOMETER FAHREN

Bergstraße. Auf die Räder, fertig, los hieß es zu Wochenbeginn am Fahrradhof des Alten Kurfürstlichen Gymnasiums (AKG) in Bensheim – der Startschuss für das diesjährige Stadtradeln und den Wettbewerb Schulradeln.

 

In Bensheim am Alten Kurfürstlichen Gymnasium fiel jetzt der Startschuss für die Aktion „Stadtradeln“, an der neben insgesamt 15 Bergsträßer Kommunen in diesem Jahr erstmals auch der Kreis Bergstraße teilnimmt.
© Thomas Neu

 

„Zwar ist Bensheim inzwischen schon zum sechsten Mal dabei, diesmal könnte man es aber auch als Kreisradeln bezeichnen“, erklärt Landrat Christian Engelhardt, denn in diesem Jahr nimmt der Kreis Bergstraße zum ersten Mal am Wettbewerb teil.Das Ziel der 2008 durch das Klima-Bündnis ins Leben gerufene Kampagne ist es, innerhalb von drei Wochen – genauer gesagt seit dem 14. September bis zum 4. Oktober – vom Auto aufs Rad umzusteigen, um so möglichst viele Wege klimafreundlich zu fahren.

Insgesamt 15 Kommunen sind in diesem Jahr dabei und treten kräftig in die Pedale: Neben Bensheim, Einhausen, Lorsch und Heppenheim sind dies auch Abtsteinach, Biblis, Birkenau, Bürstadt, Fürth, Grasellenbach, Hirschhorn, Lampertheim, Mörlenbach, Viernheim und Wald-Michelbach. Der beste Radelnde mit den meisten gefahrenen Kilometern darf sich über einen Preis freuen, genauso wie das beste Team. Die stärkste Kommune wird ausgezeichnet.


Zur Schule radeln, wenn es geht
Beim Schulradeln gibt es Auszeichnungen und Geldpreise in den Kategorien „Radelaktivste Schule“ – die Schule, die die meisten Fahrradkilometer gesammelt hat –, „Schule mit den radelaktivsten Teilnehmenden“ – die Schule, die pro Teilnehmer im Durchschnitt die meisten Kilometer geradelt ist–, und „größtes Team“ – die Schule, die die meisten Teilnehmenden zum Mitmachen motivieren konnte.

Wichtig sei vor allem, dass die Schüler mitmachen. „Denn gerade ihr seid es, die auf das Radfahren angewiesen sind“, so Engelhardt zu den Kindern. Das sei auch einer der wichtigsten Gründe, weswegen das Radwegenetz an der Bergstraße und vor allem im Odenwald geprüft wurde und optimiert werden soll.

„Wir sind die Stadt der Schulen“, betont Bensheims Bürgermeister Rolf Richter, „und auch ich selbst bin hier zum ersten Mal Rad gefahren.“ Es sei klasse, dass sich so viele Radler in den vergangenen Jahren an der Aktion beteiligt haben, was auch diesmal wieder das Ziel sei.

Dass auch die Kleinsten den Sinn hinter der Aktion erkennen, beweisen die Schüler einer sechsten Klasse des AKG, die beim Auftakt mit dabei sind. „Wichtig ist, dass möglichst viele von uns mit dem Fahrrad zur Schule kommen“, meldet sich ein Sechstklässler zu Wort, gerade jetzt in Zeiten, in denen Schulbusse voll sind und es schwer ist, den nötigen Abstand zu halten.


Noch Luft nach oben
„Von den 27 Kindern in unserer Klasse fahren normalerweise sieben oder acht mit dem Rad“, berichtet einer der Schüler, da sei noch Luft nach oben, findet er. Inzwischen mit dem Rad von Lorsch aus zur Schule fährt eines der Mädchen, das ebenfalls in die sechste Klasse geht.

„Unsere ganze Schule ist mit dabei“, berichtet Schulleiterin Nicola Wölbern. „Ulrich Rausch hat das Schulradeln bei uns organisiert, ist durch die ganze Schule gelaufen und hat die Schüler motiviert mitzumachen.“ Doch nicht nur die Schüler, auch einige Lehrer aus dem Kollegium und Eltern seien dabei. „Es machen wirklich viele mit, unsere Fahrradhöfe sind proppevoll“, so die Schulleiterin. Dabei soll der Rekord aus dem vergangenen Jahr von 42 280 gefahrenen Kilometern geknackt werden: „45 000 ist unser Ziel“, meldet die Schulleiterin. „Also infiziert weiter alle mit dem Fahrrad-Virus“, motiviert sie die Schüler.

 

© Bergsträßer Anzeiger, Mittwoch, 16.09.2020
Autorin: Sina Roth