Altes Kurfürstliches Gymnasium Bensheim

Gymnasium mit altsprachlichem Zweig
Schule mit musikalischem Schwerpunkt
Partnerschule des Leistungssports

Für die Leichtathleten des Alten Kurfürstlichen Gymnasiums Bensheim war Berlin wieder eine Reise wert.

Die Jungen der Wettkampfklasse III (Jahrgänge 2003/2004) des AKG hatten sich durch ihren Landessieg im Juni in Gelnhausen für das Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ qualifiziert. Und dieses Finale wird traditionell in der Hauptstadt ausgetragen. Eine einstellige Platzierung hatte sich das Team von Lehrer-Trainer Markus Forster für den Wettkampf im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark zum Ziel gesetzt. Und bis zur letzten Disziplin, der 4x 75-Meter-Staffel, war dieses Ziel auch in greifbarer Nähe. Dann passierte das Missgeschick. Beim letzten Wechsel verlor das AKG-Quartett den Staffelstab. Am Ende blieb Platz 13 und die Erkenntnis, dass auf diesem Niveau, auch mit einer gut laufenden zweiten Staffel, ein solcher Fehler nicht mehr auszugleichen ist. Zuvor hatten alle Teilnehmer mit schwierigen äußeren Bedingungen zu kämpfen. Böiger Wind und heftige Regenschauer setzten den jungen Athleten zu. Umso beachtlicher die Sprungleistungen von Nicolas Gelbarth, der zunächst beim Weitsprung seine persönliche Bestleistung (pB) um 30 Zentimeter, auf 5,81 Meter, steigern konnte. Noch beeindruckender war dann allerdings der anschließende Hochsprung-Wettkampf. Der Wind war zeitweise so heftig, dass die Hochsprunglatte ohne Fremdeinwirkung von den Auflageflächen geweht worden war. Wegen Starkregens musste der Wettkampf sogar unterbrochen werden. Doch Nicolas ließ sich davon nicht beeindrucken und sprang unter diesen Bedingungen ausgezeichnete 1,65 Meter hoch. Ebenfalls überzeugen konnte hier Benjamin Gang mit neuer pB von 1,53 Meter. Weitere gute Leistungen im AKG-Trikot erzielten Tim Cremer mit 9,98 Sekunden über 75 Meter, Philipp Nitsch (2:15,82 Minuten) und Jonas Helfrich (2:16,24 Minuten) über 800 Meter sowie Bastian Seitz mit 11,09 Meter im Kugelstoßen.

„Sicher gehen wir mit dem 13. Platz unter Wert aus diesem Wettkampf, aber die Jungs haben hier tollen Kampf- und Teamgeist bewiesen. Nächstes Jahr greifen wir erneut an“, blickten Lehrer-Trainer Markus Forster und Trainer Michael Borger bereits voraus. Die Medaillen gingen wieder einmal ausnahmslos an die Sportschulen aus den neuen Bundesländern. Es siegte die Sportschule Potsdam vor dem Sportgymnasium Neubrandenburg. Bronze ging an die Sportschule aus Halle (Saale).

 

Ein breites Rahmenprogramm füllte die weiteren Tage in Berlin. Gleich am Ankunftstag fand abends der Empfang aller hessischen Teilnehmer in der hessischen Landesvertretung statt. Zusätzlich stand für die AKGler eine Stadtrundfahrt mit dem Schiff ebenso auf dem Programm wie eine Besichtigung des Olympia-Stadions und der Besuch des Mauer-Museums am Checkpoint Charlie. Auch das Brandenburger Tor durfte bei der Tour durch die Stadt natürlich nicht fehlen. Das Highlight für die fast 5000 Schülerinnen und Schüler aller Final-Sportarten bildete die Abschlussfeier in der Max-Schmeling-Halle, mit Nationalhymne, Siegerehrungen und Showprogramm. Die abschließende Disco für die jugendlichen Teilnehmer wurde begeistert angenommen. Berlin war wieder eine Reise wert.

Neben den im Text bereits erwähnten Sportlern gehörten zur AKG-Mannschaft: Tilman Arndt, Patrick Harnack, David Hügel, Julius Knatz, Laurin Rogalli und Dario Vidakovic.