Altes Kurfürstliches Gymnasium Bensheim

Gymnasium mit altsprachlichem Zweig
Schule mit musikalischem Schwerpunkt
Partnerschule des Leistungssports

Das Angebot zum bilingualen Lernen hat am AKG Tradition: Seit 1999 erhalten unsere Schüler des bilingualen Zweiges Unterricht in einem Sachfach wie Erdkunde, Politik und Wirtschaft, Geschichte oder Physik auf Englisch.

Dabei verzeichnet unser bilingualer Zweig wachsenden Zulauf – zweisprachiges Lernen und Arbeiten auch außerhalb des klassischen Englischunterrichts wird in einer globalisierten Welt immer mehr zum festen Bestandteil gymnasialer Bildung.

Der bilinguale Unterricht ist eingebettet in ein umfassendes Sprachenkonzept, das über den Unterricht hinaus wirkt: Beim englischen Theater oder dem Debating Contest in Klasse 11, durch Studienfahrten nach England oder die Teilnahme am Schüleraustausch mit der Menomonee Falls High School in Wisconsin, USA, können unsere Schüler ihre Sprachkompetenz auch außerhalb des Klassenzimmers entwickeln.

1. Warum bilingualer Unterricht?

Bilingualer Unterricht ist nicht nur eine optimale Vorbereitung auf späteres bilinguales Lernen und Arbeiten – man denke nur an viele naturwissenschaftliche Studiengänge an deutschen Hochschulen, die englischsprachige Vorlesungen enthalten oder an ein Studium im Ausland.

Bilingualer Unterricht bietet auch eine einmalige Gelegenheit für unsere Schülerinnen und Schüler, ihre im Englisch-Unterricht erworbenen Kompetenzen in einzelnen Sachfächern anzuwenden und zu erweitern. Im bilingualen Unterricht ist das Englische nicht Gegenstand des Unterrichts, sondern wird „einfach nur“ benutzt.

Gegenstand der Benotung ist nicht das Englische, sondern ausschließlich der Inhalt des Sachfaches, der dem deutschsprachigen Unterricht entspricht. Die Chance, Englisch-Kenntnisse frei von Bewertung, Korrektur und Benotung einsetzen zu können, motiviert unsere "Bili-Schüler" und erlaubt nachhaltige Erfolgserlebnisse im Einsatz der Sprache.

Diese zusätzliche Sprachpraxis hat zur Folge, dass Schüler des bilingualen Zweiges am Ende der Mittelstufe bei Lesekompetenz, spontaner mündlicher Kommunikation und beim Wortschatzes einen Vorsprung von ein bis zwei Schuljahren haben im Vergleich zu Schülern, die keinen bilingualen Unterricht erhalten.

Außerdem ermöglicht der bilinguale Unterricht interkulturelles Lernen. Da authentische britische und amerikanische Unterrichtsmaterialien eingesetzt werden, haben die Schüler die Chance, Fakten und Probleme aus einer oft neuen Perspektive zu betrachten. Nach Aussagen unserer Bili-Schüler wächst so die Freude an der Fremdsprache Englisch erheblich.

2. Fakten

Der bilinguale Unterricht beginnt in der 8. Klasse im Kurssystem. Das bedeutet: Die Schüler des bilingualen Zweiges verbleiben im Klassenverband; für das bilinguale Sachfach trennen sich die Klassen in „deutsche“ und bilinguale Lerngruppen.

In den Klassen 8 und 9 wird jeweils ein Sachfach bilingual unterrichtet: Erdkunde, Politik und Wirtschaft (PoWi), Geschichte, Physik, Chemie oder Biologie. Die genaue Zuteilung der Bili-Fächer ist flexibel angelegt, sie erfolgt nach stundenplantechnischen Gesichtspunkten. In der Regel beginnen wir in Klasse 8 mit Erdkunde und führen den bilingualen Zweig in Klasse 9 mit Geschichte weiter.

In der Oberstufe (Klasse 10 bis 12) können unsere Schüler das Fach PoWi in einem bilingualen Grundkurs belegen und darin eine bilinguale Abiturprüfung ablegen. Zusätzlich gibt es einen bilingualen Physik-Grundkurs in Klasse 10; ein weiterer bilingualer Biologie-Grundkurs in Klasse 10 ist geplant. Mit ihrem Abiturzeugnis erhalten die Schüler ein Zertifikat, das die Teilnahme am bilingualen Unterricht bescheinigt.

3. Für wen ist der bilinguale Zweig das Richtige?

Der bilinguale Zweig richtet sich an interessierte, motivierte Schüler, die Freude an der Englischen Sprache haben, etwas „mehr“ lernen wollen und die Bereitschaft zu erhöhtem Engagement im Unterricht mitbringen. Empfehlenswert ist eine solide Englisch-Basis (Richtwert: Englisch-Note 3+ oder besser). Wichtiger als perfekte Englisch-Grammatik-Kenntnisse ist jedoch die Bereitschaft zu aktiver Mitarbeit und freiem Sprechen.

4. Wahl- und Auswahlverfahren

Die Einwahl in den bilingualen Zweig der Mittelstufe erfolgt im 2. Halbjahr der 7. Klasse. Diese Wahl ist verbindlich für die Klasse 8. Pro Jahrgang werden in der Regel zwei bilinguale Kurse eingerichtet. Bei starker Nachfrage des Angebots, die die Zahl der verfügbaren Plätze überschreitet, erfolgt eine Auswahl nach Leistung (Grundlage: Noten in Englisch, 2. Fremdsprache und im Arbeitsverhalten im Halbjahreszeugnis der Klasse 7).

5. Oberstufe

Der bilinguale Zweig der Oberstufe steht allen Schülern offen, unabhängig vom Besuch des bilingualen Zweiges der Mittelstufe. Dieser wird jedoch empfohlen. Die Einwahl in die bilingualen Grundkurse Politik und Wirtschaft (10-12), Physik (10) und Biologie (10) kann unabhängig voneinander erfolgen.

Nach Besuch eines bilingualen Grundkurses (PoWi / Physik / Biologie) in Klasse 10 können die Schüler das jeweilige Fach problemlos in einem deutschsprachigen Grund- oder Leistungskurs in Klasse 11/12 weiterführen, denn die fachlichen Inhalte sind mit denen der "deutschen" Kurse identisch.

Im Fach PoWi können die Schüler einen bilingualen Grundkurs in 11/12 wählen, der auch mit einer bilingualen Abiturprüfung abgeschlossen werden kann – sowohl mündlich als auch schriftlich. 

6. Ansprechpartner für weitere Fragen

Ansprechpartner für die Organisation und Gestaltung des bilingualen Zweiges ist Herr Mandler.

Selbstverständlich können Sie auch mit den Lehrerinnen und Lehrern sprechen, die bilingual unterrichten:

Politik und Wirtschaft: Herr Schaffert, Herr Kühnemann 

Geschichte: Frau Schmidt-Ludwig, Herr Scheffler

Erdkunde: Frau Wölki

Physik: Herr Mandler

Biologie, Chemie: Herr Dr. Treubert-Zimmermann